Was ist TaiJiQuan

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Was ist Taijiquan

Taijiquan ~ in deutscher Sprache als „Schattenboxen“ oder „Tai
Chi
Chuan“ bekannt, gleicht nicht im Entferntesten einem Boxkampf.
Für Betrachter mutet es wie ein exotischer Tanz an.
Nach anderen
fernöstlichen Kampf- und Körperübungen wie Yoga
und Karate,
erobert jetzt das Taijiquan weite Kreise in der westlichen
Welt.

Taijiquan gehört zum kulturellen Erbe Chinas und soll älter als 800
Jahre sein. Die ursprünglichen Symbolelemente des Schattenboxens
werden von der altchinesischen Lehre des Taoismus hergeleitet, die
auf dem Prinzip des universellen Gleichgewichts beruht. Dieser Philo
-
sophie liegt das Gesetz des Alls zugrunde, das sich auf die Anziehung
zweier Kräfte stützt: die weibliche „Yin“-Kraft und die männliche „Yang“-
Kraft. Diese Kräfte versinnbildlichen die grossen natürlichen Gegen
-
sätze: positiv und negativ, Tag und Nacht, Himmel und Erde und so
weiter. Das Zusammenspiel dieser gegensätzlichen Kräfte beeinflusst
auch den Ablauf der Taijiquan-Übungen. 

In China existieren fünf traditionelle Formen des Taijiquan. Bei uns ist
vor allem der Yang-Familien-Stil und als Basis die „24-Form“ bekannt.
Letztere liess Mao Tse-tung 1956 für das Volksgesundheitswesen der
Chinesischen Republik entwickeln. Auf seine Veranlassung hin wurden
die Taijiquan-Übungen zusammen mit Sportarten wie Leichtathletik,
Schwimmen und Gymnastik gefördert. Die Übungen der vereinfachten
Form des Schattenboxens bestehen aus 24 fliessenden Bewegungen,
die, teils einfach, teils komplizierter, in beständiger Reihenfolge ablaufen.
Sie dienen auch als Grundlage für kompliziertere Formen des Schatten
-
boxens und als Einstieg in die klassischen chinesischen Kampfsportarten.

Sinn des Taijiquan ist, die eigene Form der natürlichen Bewegung aus
seinem inneren Gesetz heraus wiederzufinden. Die weichen, abgerun
-
deten Bewegungen, die den ganzen Körper von den Fingern bis zu den
Zehen miteinbeziehen, scheinen ohne Anfang und ohne Ende ~ ein
-
geordnet in eine harmonische Kontinuität. Jede Übung trägt dazu bei,
die Durchblutung anzuregen, die Sehnen zu strecken, die Gelenke zu
stärken und die Atmung zu vertiefen. Wer Schattenboxen trainiert, wird
sich schnell derjenigen Körperstellen bewusst, die steif und ungelenkig
sind. Nach längerem, regelmässigem Üben spürt er aber auch, wie sich
die Muskeln langsam lockern und die Beweglichkeit zunimmt.
 

Gemäss einem chinesischen Sprichwort sollte Taijiquan täglich geübt
werden. Es verspricht, dass zwanzig Minuten tägliches Üben einem
Menschen den Geistesfrieden eines Weisen, die Kraft eines Holzfällers
und die Gelenkigkeit eines Kindes vermitteln
.

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Letzte Aktualisierung : 01 Juli 2007
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